Der kosmopolitische Land-Art Hof Strošek ist die Verbindung von artgerechter, naturnaher und biologischer Landwirtschaft mit Handwerk und Pädagogik. Als Ort der Begegnung von Kunst – Kultur – Natur jenseits der im touristischen Mainstream beworbenen „Urlaub am Bauernhof-Idylle“ steht die Vermittlung und Weitergabe von erarbeiteten Wissen im Mittelpunkt. Dieses spezifische, an der Örtlichkeit erprobte Wissen baut Spannungsfelder zwischen gesellschaftlich konstruierten – aber nur scheinbaren – Gegensätzen auf, löst diese auf und setzt Markierungen neu. Kunst wird als mit der Natur im Ursprung Zusammenhängendes erfahrbar und traditionelle Werkbegriffe um die Natur als Kunst – und Kulturfläche erweitert. Diese werden durch das ihnen jeweils gegenüber liegende „Andere“ begreifbar: Natur und Kunst werden sich zum gegenseitigen Vehikel.
Der Strošek als vom Menschen im aktiven Umweltschutz geformter Ort stellt einen naturnahen Lebensraum dar, in dem sich der Mensch als Teil der Natur zu begreifen lernt.
Das Konzept verteidigt einen demokratischen Ansatz: Landwirtschaft als nachhaltige Formung der Natur zur individuellen Kulturlandschaft steht – als Ausformungen menschlicher Kreativität – gleichberechtigt neben Bildender Kunst, Literatur oder Musik. Deren Wahrnehmung wird durch die Verörtlichung und im Zusammenhang mit dem Strošek auf ihr Wesentliches gebracht. Das durch Workshops, Führungen und Feste ermöglichte Kunsterleben am Strošekhof findet dabei abseits der in Kärnten politisch etablierten und legitimierten Kunstszene statt, ihnen setzt sich der Strošek mit den Mitteln der Persiflage entgegen. So führt der Weg über die bäuerliche Kaša als Ausstellungsort für „Mutwilliges Bergwerken“ zu einer Kunst der Reduktion, die ihr Material im Vorhandenen, Naturgegebenen sucht und erhält. In der am Hof betriebenen sowohl landwirtschaftlichen wie künstlerischen Auseinandersetzung mit Wasser, Erde, Holz und Feuer soll der innere Zusammenhang zwischen Tun und Sein, Werk und Mensch deutlich gemacht werden. Der Mensch als Teil der ihn umgebenden Landschaft verändert die Natur und formt im ausgelösten Wandel wiederum sich selbst – er erschafft sich mit seiner Umgebung auch die ihm gegenwärtige Lebensrealität neu. Der am Strošek vertretene Blick auf die Wirklichkeit impliziert dabei eine von mindestens zwei Seiten begehbare Wirklichkeitsperspektive: Die durch die Exklusivität als Abgeschiedenheit des Ortes jüngst von Zukunftsforschern etablierten „4 neuen Luxusgüter“: Zeit, Raum, Ruhe und intakte Umwelt bedingen auch das von einem herkömmlichen „Achstundenjob“ deutlich unterschiedene Ausmaß an Arbeitsintensität.
Die am Strošek auch für die Zukunft geplante Rückeroberung von freiem Kunst- Natur- und Kultur-Raum für Kärnten geht – falls die notwendigen Geldmittel vorhanden sind – jedenfalls weiter.
Wilde Karde in Blüte


griaß eich!
a herzliches grüß gott aus dem gailtol wollt i wieder mol zu euch schicken!!!
ols guate Tom
Ich bitte um Fottos vom Eiersortierer+ Stempelanlage und weiter Informationen wie z.B. Baujahr und reparatur arbeiten.
Danke
Mit freudlichen Grüßen
“Die Natur kennt keine Gegensätze, sondern Ergänzungen”;
wie ja auch etwa Yin und Yang einander keinesfalls ausschließen, sondern einander zu einem Ganzen ergänzen.
Warum heißt es in dem Ausspruch “nur” Verzweigungen? – sind denn “Verzweigungen” minderwertig?
Liebe Grüße, alles Gute,
Radha
hallo radha
“Nur” im Sinne von ausschließlich. Es gibt keine Linien, keine einfachen Gegensätze, die sich “nur” auf zwei Punkte, auch “nur” Endpunkte reduzieren lassen. Es gibt immer mehr Alternativen. Es gibt auch nicht “nur” eine gegenüberliegende Seite wie es zweidimensoional vorstellbar ist sondern viel mehr, wie es etwa in einem Kreis vorstellbar ist.
Kannst das nachvollziehen?
mung
pepe